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 Ausgabe 16
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Elisabeth
Wie erstarrt
stand Elisabeth da. Vor ihr auf dem Boden lag die beste Vase ihrer Mutter,
bzw. sie war es mal gewesen. Als sie auf dem Boden aufschlug, war sie in
tausend Stücke zersprungen. Elisabeth schossen viele Gedanken durch den
Kopf. Niemand war zu Hause und wenn sie jetzt gehen würde, wüsste keiner,
dass sie die Vase herunter geschmissen hatte, alle würden
annehmen, dass es der Kater gewesen war. Oder sollte sie die Scherben
schnell beseitigen und gar nichts sagen? Vielleicht würde Mama sie gar
nicht vermissen. Oder sollte sie es beichten? Nein, da würde es bloß
wieder Ärger geben. Sie beschloss die Scherben zusammenzukehren und zu
verstecken. 10 Minuten später war sie auf ihrem Zimmer und las in ihrer
Bibel. Da stieß sie auf den Vers - Ein guter Baum kann keine schlechte
Frucht bringen (Lukas 6:43) -
. Unweigerlich musste sie an die Scherben denken, war das eine schlechte
Frucht das zu verheimlichen? Sie beschuldigte damit ja niemanden, die Vase
war halt nicht mehr da. Sie stand auf und ging in die Küche, um sich
etwas Obst zu holen. Als sie zurückkam hatte sie Weintrauben dabei, die
sie, während sie weiter las, aß. Die ersten Trauben waren richtig schön
süß und lecker, doch dann erwischte sie eine total saure, ‘Igitt,’ dachte
sie. ‘Hoffentlich sind da nicht noch mehr saure dabei.’ Wieder aß sie
ein paar die süß waren, doch dann kam wieder eine saure. ‘Ne das kann
man nicht essen, da weiß man ja gar nicht, wann man eine süße und wann
man eine saure erwischt.’ Sie legte die Trauben beiseite und in diesem
Moment ging ihr ein Licht auf. Die Trauben waren nicht zu gebrauchen und
ungenießbar, weil zwischendurch ein paar saure waren und genauso hatte
das wohl auch Jesus gemeint, als Er sagte, dass kein guter
Baum
eine schlechte Frucht hervorbringen kann, denn dann wird sie ungenießbar
und wenn man das auf den Menschen bezog, dann wurde dieser unnütz für
Gott. Elisabeth seufzte auf, wieso musste Jesus immer erst zu ihr reden,
ehe sie kapierte, was Er wollte. „Entschuldigung, Jesus" sagte sie „tut
mir echt leid, dass ich das verheimlichen wollte. Kommt nicht wieder vor!"
Als ihre Mutter nach Hause kam, beichtet sie sofort, was geschehen war und
es gab nicht mal Ärger. Am Abend schrieb sie sich den Bibelvers auf ihren
Weisheitszettel und bedankte sich bei Jesus für Seine Hilfe und sie nahm
sich vor nur noch gute Frucht zu bringen.
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